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„Alte Musik bei Kerzenschein”: Gautier Capuçon spielt Vivaldi
Als Gautier Capuçon vor einigen Jahren in einem Konzert auf der Bühne stand, fiel plötzlich der Strom aus. Zunächst mussten die Musiker im Dunkeln weiterspielen, später wurden überall Kerzen aufgestellt. „Das war sehr hübsch“, erinnert er sich. Insofern darf sich der junge Cellist nun freuen, eine ähnliche Atmosphäre in der Philharmonie Essen vorzufinden.
Hier ist sie allerdings geplant: Gemeinsam mit dem von Andrea Marcon geleiteten Venice Baroque Orchestra setzt Gautier Capuçon am Freitag, 1. April 2011 im Alfried Krupp Saal die Reihe „Alte Musik bei Kerzenschein” mit Werken von Antonio Vivaldi, Giuseppe Tartini und Carl Philipp Emanuel Bach fort.
Schon mit fünf Jahren griff der heute 29Jährige, Bruder des ebenfalls sehr erfolgreichen Violinisten Renaud Capuçon, erstmals zum Violoncello. „Ich liebte es vom ersten Moment an”, betont Capuçon häufig in Interviews. Einmal wies er sogar darauf hin, dass er zu seinem Instrument ein sehr enges, sensuelles, fast schon erotisches Verhältnis habe. „Ich umarme es ja schließlich”, so Capuçon. Vielleicht ist das ja auch eines der Geheimnisse seines Erfolges. Ein weiteres ist sicherlich die Zusammenarbeit mit Heinrich Schiff. Seit zehn Jahren ist Capuçon Meisterschüler des berühmten Cellisten, dem er entscheidende Impulse zu verdanken hat. „Ich bewundere Heinrich sehr”, sagt der Franzose, „er ist ein unglaublich engagierter Lehrer, ein großer Cellist und Musiker.” Längst hat das Studium Früchte getragen. Allein dreimal erhielt Gautier Capuçon einen „ECHO Klassik”-Preis, zuletzt 2010 für die beste Konzerteinspielung des Jahres.
Vor dem Konzert, das um 20 Uhr beginnt, findet um 19.30 Uhr „Die Kunst des Hörens” – eine Konzerteinführung durch Andrea Marcon mit Orchester statt
Karten (Preise (€): 15,-/30,-/35,-/45,-/50,-/55,- zzgl. Vorverkaufsgebühr) und Infos unter T 02 01 81 22-200, T 01 80 59 59 598 (0,14 €/Min.) und www.philharmonie-essen.de.
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