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Aktueller Monat: Mai 2012

Essen

Zeche und Kokerei Zollverein in einer Hand

Ab dem heutigen 1. Oktober 2010 befinden sich nach den Schachtanlagen XII und 1/2/8 der Zeche auch die „Schwarze Seite” der Kokerei Zollverein in der Obhut der Stiftung Zollverein.

Kokerei ZollvereinKokerei Zollverein – Blick auf das Druckmaschinengleis (das im Winter die Eisbahn darstellt). Foto:Thomas Willemsen

Die Erhaltung der Gebäude und technischen Anlagen und die denkmalgerechte neue Nutzung der Bauten auf der Kokerei sind von der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, Dortmund, an die Stiftung Zollverein als neue Eigentümerin übertragen worden. Die beiden Stiftungen haben bereits in der Vergangenheit auf dem Standort zusammengearbeitet, um Veranstaltungen wie die Eröffnungsfeier zum Kulturhauptstadtjahr möglich zu machen und die Entwicklung des UNESCO-Welterbe Zollverein zu einem Standort für Wirtschaft, Tourismus, Design, Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft voran zu treiben.

Die Kokerei gilt als verstecktes Juwel des Welterbes und spielt in der zukünftigen Entwicklung von Zollverein eine tragende Rolle. Mit der Mischanlage, dem Salzlager, den Koksofenbatterien und der „blauen Allee” ist sie als spektakuläre Ausstellungs- und Eventlocation bereits Standort zahlreicher Veranstaltungen geworden. Auch die Eisbahn, das Sonnenrad und das Werkschwimmbad tragen ihren Teil dazu bei, Zollverein auch als Ort der Naherholung zu etablieren.

Die Kokerei Zollverein entstand in den Jahren 1957-61 in räumlich-funktionaler Anbindung an den Schacht XII der Zeche Zollverein. 1964 produzierte sie erstmals ihre Höchstkapazität von 5000 Tonnen Koks pro Tag und wurde Anfang der 1970er Jahre zu einer der weltweit größten Anlagen ausgebaut. Nach der Stilllegung 1993 wurde die Kokerei Zollverein mit den Bereichen der Koksproduktion („Schwarze Seite”) und der chemischen Produktion zur Gewinnung der Nebenprodukte („Weiße Seite”) unter Denkmalschutz gestellt. Der Erhalt der industriellen Kulturlandschaft Zollverein als ein Gesamtensemble aus Zeche und Kokerei führte im Jahre 2001 zur Eintragung der Zeche Zollverein Schacht XII und Schacht 1/2/8 sowie der Kokerei Zollverein in die UNESCO-Liste der Welterbestätten. Seitdem entwickelt sich Zollverein zu einem herausragenden Zukunftsstandort in Nordrhein-Westfalen.

Die gemeinnützige Stiftung Zollverein wurde im November 1998 von der Stadt Essen und dem Land Nordrhein-Westfalen gegründet, Zustifter ist der Landschaftsverband Rheinland. Stiftungszweck und -ziel sind die Erhaltung des Welterbes und die Förderung der Kultur sowie die Entwicklung von Zollverein zu einem internationalen Kultur- und Wirtschaftsstandort. Teil der Stiftung Zollverein ist die unselbstständige Stiftung Ruhr Museum und der Aufgabenbereich der Entwicklungsgesellschaft Zollverein.

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