Raumausstattung Neukirchen gestaltet Fassade seines Geschäftsgebäudes in neuem Design
Seit 1898 ist die Firma Neukirchen in der Horster Straße in Buer ansässig. Seit Jahrzehnten ist das Unternehmen für kreative Innenraumgestaltung, Bodenbeläge und Wandgestaltung bekannt. Mit der Erweiterung der Geschäftsräume vor zwei Jahren hat sich Geschäftsführerin Brigitte Neukirchen entschieden, das Firmenlogo zu überarbeiten, um die Unternehmensphilosophie noch besser zu transportieren. Der neue Schriftzug wirkt nun erheblich klarer und moderner.

Durch den ergänzenden Satz „Harmonie im Raum“ wird verdeutlicht, was die Leistung der Firma Neukirchen im Kern ausmacht: individuelle und harmonische Raumgestaltung aus einer Hand. Das gelingt besonders gut durch die Unterstützung weiterer Gelsenkirchener Unternehmen, zusammengeschlossen in der Gestaltungskooperation GE.
Dass der neue Schriftzug jetzt auch auf der Fassade des Firmengebäudes zu sehen ist, hat die Unternehmerin allerdings viele Nerven gekostet. Bereits vor zwei Jahren hatte sie bei der Stadt Gelsenkirchen eine neue Fassadenbeschriftung beantragt und den Antrag schließlich entnervt zurückgezogen, weil es nicht möglich war, den von ihr gewünschten Entwurf genehmigen zu lassen. Die Firma Neukirchen hatte 80.000 Euro in die Erweiterung ihres Ladenlokals investiert, um ihre Leistungen und Produkte auf der vergrößerten Fläche noch besser präsentieren zu können. Ärgerlicherweise musste die Unternehmerin feststellen, dass viele Kunden den neuen Ladenteil aufgrund der missverständlichen Fassadenbeschriftung gar nicht der Firma Neukirchen zuordneten. „Einmal passierte es sogar, dass mir ein Kunde, den ich im neuen Ladenteil beraten hatte, sagte, ich habe jetzt leider keine Zeit mehr, ich habe gleich einen Termin bei Neukirchen“, erzählt sie.
Diese Erfahrungen bewogen die Unternehmerin Anfang diesen Jahres einen erneuten Anlauf zur Realisierung der neuen Fassadenbeschriftung zu starten – mit Hilfe eines neuen Grafikers, aber leider mit denselben Problemen: „Insgesamt bin ich vier Mal bei der Stadt gewesen, und die ersten drei Male hat man mich immer nur auf ein nicht genehmigungsfähiges Detail hingewiesen. Es ist in Ordnung, dass eine Gemeinde Regeln für Fassadengestaltungen in Innenstädten aufstellt“, sagt sie. „Aber warum waren die Mitarbeiter des Bauordnungsamts nicht in der Lage, mir beim ersten Termin komplett aufzuzeigen, worauf ich achten muss. Diese Salamitaktik kostet unnötigerweise Zeit und Nerven. Dazu kommt noch, dass das Genehmigungsverfahren dadurch verzögert wurde, dass man mir den „Deal“ vorschlug, die Einwände gegen die Fassadenbeschriftung unseres Firmengebäudes auf der Horster Straße fallen zu lassen, wenn wir unsere Werbetafel auf dem Dach des Droste-Gebäudes an der Hochstraße beseitigen. Eine solche „Kungelei“ ist mir zuwider. Ich habe mich dann schließlich entschieden, die Fassadenbeschriftung mit allen genehmigungsbedingten Einschränkungen anbringen zu lassen, damit die Sache endlich zu einem Ende kommt. Die Werbetafel an der Hochstraße bleibt erst einmal.“
Das sich Mühe und Ärger letztlich doch gelohnt haben, kann in der Horster Straße 27 besichtigt werden. Die Firma Neukirchen wird jetzt noch einmal 10.000 Euro investieren, um ihr Angebot an Böden und Tapeten noch besser präsentieren zu können. „Wir freuen uns, dass immer mehr Kunden zu uns kommen, die eine gestalterische Gesamtlösung für ihre Innenräume wünschen, und je besser wir die Möglichkeiten in unserem Ladenlokal darstellen können, um so besser können wir die Kunden beraten“, sagt Brigitte Neukirchen. Ende August wird auch der neue Ausstellungsbereich fertig sein.