DER BUERANER
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Aktueller Monat: Mai 2012

Firebowl

Gelsenkirchens neue Flamme

Hoppla, da scheint ein großer Wurf gelungen zu sein! Und der Bowling-Club Gelsenkirchen hat nach 26 Jahren Wartezeit endlich eine Arena für Heimspiele.
Vorbei die Zeiten, in denen es auf dem Gelände der ehemaligen Mohag-Niederlassung nach Abstieg und Niedergang aussah. Die neue Ansiedlung eines Vergnügungscenters lässt die Assoziation von „Phönix aus der Asche” zwingend werden.

FIREBOWL mit Disco-Beleuchtung

Möglich wurde dies durch die Investition von knapp 5 Mio. € durch die „Firebowl Gelsenkirchen GmbH” mit dem Betreiberehepaar Angelika Schrömgens-Bolzen und Tom Bolzen und der Beteiligung der Gelsenautomaten GmbH mit dem Vertreter der Geschäftsführung Axel Röttger. Bolzen hat schon sehr viel Erfahrung in dem Geschäft, die erste Anlage baute er ´97 in Halle/Saale. In Dortmund (Ausgerechnet!) steht mit 24 Bahnen die kleinere Schwester der seit gestern geöffneten FIREBOWL Anlage mit 30 Bahnen. (Größte in NRW!)

Über den „roten Teppich” ins Bowling-Paradies
Der erste Eindruck: Cooles Industriedesign in rot, schwarz und silbern, etwas Holz (Nussbaum und Bambus), helle Polster und Böden, hohe Räume mit viel Tageslicht und eine ebenso beeindruckende Technik, die den Raum in eine Laserdisko (Nebelwerfer!) verwandeln kann, in der man die Sounds nicht nur hört, sondern auch fühlt. Für letzteres sorgen die ca. 20.000 W leistenden Boxen unter der Hallendecke. Aber auch die Multimedia-Anlage wird einiges leisten können: Life-Übertragungen etwa, die über den Bahnen auf der ganzen Breite projiziert werden können. Und überall Led-Beleuchtungslinien, an Stufen, entlang der Bahnen, in wechselnden Farben oder den Lauf der Bowls verfolgend. Eine „ruhige Kugel schieben”- unvorstellbar!

FIREBOWL: Restaurant FLAMES

Eine klimatisierte Smokers-Lounge mit 6 Fullsize-Billardtischen und 3 elektronischen Darts stellt auch Rauchern den Genuss sicher. Etwas ruhiger geht es im angeschlossenen Restaurant FLAMES zu, dafür sorgen 6 überdimensionale, stoffbespannte, trommelförmige Deckenpendelleuchten. Das Rot ist hier ehr Apricot zu nennen und gibt zusammen mit den Goldtönen der Garderobe dem ganzen eine wärmere Färbung. Schwarz-weiße, kuhfellbezogene Bänke und Hocker lockern neben ansprechenden ebensolchen Fotos den etwas strengen Gesamteindruck auf. Dass sogar die Kochjacken schwarz mit roten Knöpfen sind, lässt ahnen, wie gründlich hier ein Gesamtkonzept erarbeitet wurde.
Fürs leibliche Wohl sorgt die argentinisch-amerikanische Küche unter der Leitung von Alejandro Pfaffenbauer, der schon in Mönchengladbach das „La Pampa” in der Nachfolge seines Vaters führte. Angus Steaks, US-Premium-Beef, würzige Gambas oder Spare Rips gegrillt auf glutheißem Lavastein werden sicher auch hier ihre Fangemeinde finden.

Von den zahlreichen geladenen Eröffnungsgästen wurde das Speisenangebot ja schon getestet. In der Essen und Trinken Ausgabe des Bueraners wird es Anfang November einen Bericht geben.

FIREBOWL: OB Baranowski wirft die erste Kugel

Bis auf eine kleine Verzögerung bei der Lasershow, verlief die Premiere, moderiert vom S04 Stadionsprecher Dirk Oberschulte-Beckmann auf dieser Bahn äußerst glatt. Die erste Bowlingkugel wurde mittels einer sehr ästhetischen Pas de deux Einlage vom letzten Baugerüst zu OB Frank Baranowski „rübergetanzt”, der mit ihr ordentlich abräumte.

Dem voraus gingen launige Reden der verantwortlichen Beteiligten, die unter anderem die äußerst positive Energiebilanz des Gebäudes (80 % Einsparung gegenüber konventioneller Bauart), die „so in Deutschland noch nicht erlebte Unterstützung durch die Ämter der Stadt Gelsenkirchen” und die Freude an der Zusammenarbeit mit der Sparkasse zwecks Finanzierung des Ganzen, betonten.
Auch der Vizepräsident des in Shanghai ansässigen Unternehmens für Bowlingbahnbau Via, Herr Stanley Wang, bekannte, nachdem ihm ein Trikot des Schalker Spielers Hao überreicht worden war: „ The building is very impressiv,….. red is in China the colour of happines and “Deutsches Bier ist das Beste“!”

Die Anlage entspreche den modernsten Bau- und Umweltstandards, war von Tom Bolzen zu erfahren. Es wurde nach dem Prinzip „Green Building” geplant - erstmals für ein so großes Gebäude. Der Energiebedarf werde im minimalen Bereich liegen, das kalkulierte Einsparpotenzial mache 80 % gegenüber konventionellen Bauten aus. Erreicht werde das Ganze durch einen Mix von Maßnahmen: eine sehr dichte Gebäudehülle, Wärmepumpen, Nutzung von Erd- und Abwärme, passiver und aktiver Sonnenenergie. Herzstück ist ein in der Schweiz entwickeltes „Erdregister”, ein unterirdisches Röhrensystem, das im Winter angesaugte Außenluft um 8° aufwärmt und sie im Sommer um 8° abkühlt. „Dadurch wird die erforderliche Leistung der Lüftungs- und Kühlungsmaschinerie deutlich geringer”, so Bolzen.

FIREBOWL: Erster Test

Später wurden die neuen Bahnen von verschiedenen Teams ausgiebig getestet, unter anderem vom unter www.bu-gelsenkirchen.de zu findenden Gelsenkirchener Bowling Club. Der Pressewart Friedhelm Bloch befand auf unsere Anfrage hin die neue Bowlingbahn „Sehr schön, besonders die freie Sicht (ohne störende Stützen) und die luftigen, hohen Räume”. Sie haben schon in vielen umliegenden Städten trainiert und hoffen auf gute Konditionen bei FIREBOWL, um endlich in Gelsenkirchen heimisch werden zu können. Die gelb-schwarzen Trikots lassen sich bis zum möglichen Duell gegen die (Lieblingsfeinde) vom FIREBOWL Dortmund sicherlich noch umfärben….!

Regine Rudat-Krebs
Fotos: Kevin Frank

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