DER BUERANER
DER BUERANER
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Aktueller Monat: Mai 2012

Hervorragend speisen im Schatten der Arena

Feine, abwechslungsreiche Küche im Restaurant ess null vier

Aus der aktuellen Saisonkarte hatte uns ess null vier-Küchenchef Olaf Diekamp für unseren Essenstest ein Überraschungsmenü „Der Bueraner” zusammengestellt. Sechs Gänge vom „Amuse Geule“ bis zu den Dessertvariationen.

Wir bekamen dreierlei Suppen, Salat, Fisch, Fleisch und reichlich Süßes. Nach einem Aperol-Sprizz als Aperitiv starteten wir mit einem kleinen aber feinen Suppenduo: ein Kürbiscremesüppchen mit Kürbiskernöl aus der Steiermark und einem Cassoulet von Beluga-Linsen und Hokaidokürbis mit einer gegrillten Scampi – beide warm im Glas serviert. Das rahmig-pikante Kürbiscremesüppchen bekam durch das Kürbiskernöl den besonderen Pfiff. Die Cremesuppe mit den kleinen schwarzen Beluga-Linsen war Welten von einer ordinären Linsensuppe entfernt.

Salat-Kreation aus Steinpilzen, Birnen-Zucchini-Chutney und zartrosa EntenbrustSalat-Kreation aus Steinpilzen, Birnen-Zucchini-Chutney und zartrosa Entenbrust

Der Salatgang bescherte uns eine Kreation aus Steinpilzen, Birnen-Zucchini-Chutney und zartrosa Entenbrust. Der Blattsalat war mit Brombeer-Walnuss-Vinaigrette angemacht. Eine sehr gelungene herbstliche Mischung, ausgewogen und harmonisch. Die geschmorten Pilze und Birnenstückchen zergingen auf der Zunge. Zu unserer Überraschung wurde uns dann bereits als dritter Gang ein Cappuccino mit leckerem Milchschaum serviert. – Der war allerdings nicht aus Kaffeebohnen sondern aus Roten Beeten gebraut. Eine sehr aromatische Suppenspezialität, die ein bisschen wie Kartoffelsuppe schmeckte.

Heilbutt im Panchettamantel auf Graupenrisotto mit Pesto und weißem TrüffelschaumHeilbutt im Panchettamantel auf Graupenrisotto mit Pesto und weißem Trüffelschaum

Der erste Hauptgang bestand aus Heilbutt im Panchettamantel auf Graupenrisotto mit Pesto und weißem Trüffelschaum. Der mit salzigem Speck umwickelte milde Fisch war bereits für sich alleine köstlich. In Kombination mit den mit Parmesan und Pesto gewürzten Graupen, geschmorten Minitomaten und zwei bissfest gegarten Lauchzwiebeln bot das Gericht ein sehr intensives Geschmackserlebnis.

Zweierlei von der LammhüfteZweierlei von der Lammhüfte mit Gemüse und Polentastreifen

Als Fünftes gab es einen Fleischgang, der es mit dem vorhergehende Fisch gut aufnehmen konnte: Zweierlei von der Lammhüfte, einmal mit aromatischen Kräutern gebraten, einmal mariniert und in Barolo geschmort, dazu Gemüse und Polentastreifen. Das Lamm war in beiden Zubereitungsarten hervorragend gelungen. Das marinierte Lamm sehr würzig, dafür etwas fester, das gebratene Lamm sehr frisch, butterzart und mild. Das Fleisch war auf Karamell-Vanille-Schalotten angerichtet. Wunderbar! Die goldgelben Polentaschnitten eine sehr angenehme „Sättigungsbeilage”: saftig und feinwürzig. Das gedünstete Gemüse hatte genau den richtigen Biss.

Zum Fisch empfahl uns Restaurantleiter Tom Geerts einen frischen, trockenen Chardonnay – einen 2008er Corte Giara vom venetianischen Weingut Allegrini – und zum Lamm einen fruchtigen, aber kräftigen Roten aus Cusumano auf Sizilien, einen 2007er Nero d`Avola. Beide eine hervorragende Wahl.

Als abschließenden Dessertgang gab es vier sehr unterschiedliche Süßigkeiten: ein „Truffeaux von Schokolade” – ein sehr gehaltvolles Schokoladencremetörtchen mit Baiser, eine kleine Portion Himbeer Sabayon - leicht süße Creme auf säuerlich-fruchtigen Himbeeren, einen locker-saftigen Erdbeer Muffin und ein erfrischendes Orangensorbet mit Zitronengras.

Unser Fazit: Wir waren ohne konkrete Erwartungen ins ess null vier gekommen und sehr positiv überrascht: Die Qualität des Essens und der aufmerksame und freundliche Service haben uns überzeugt. Es gab sogar eine ebenso schmackhafte vegetarische Menüversion und die wunderbaren Variationen von saisonalen und regionalen Gemüsen ließen die Gemüseliebhaber bei unserem Testessen jubeln. Ein herzliches Dankeschön, an Restaurantleiter Tom Geerts, Küchenchef Olaf Diekamp, seine beiden Köche André Klinkenberg und Benjamin Gluzek und das gesamte Serviceteam. Das ess null vier ist wahrlich keine „Stadionpommesbude”, wie der Name fälschlicherweise suggerieren könnte, sondern ein verstecktes gastronomisches Juwel, das wesentlich mehr Beachtung verdient.

Aktuelle Informationen über Speisekarte, Weihnachtsmenüs und spezielle Fussballangebote bekommt man unter www.restaurant-essnullvier.de. Reservierungen können direkt unter 0209-9404880 vorgenommen werden.

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