Die Fördertürme des Ruhrgebiets als iPhone-App
Es gibt sie noch, die Wahrzeichen der Zechen, ihre Fördertürme und Fördergerüste. Wieviele sind es noch? Und wo stehen sie?
Der Bochumer Buchautor Wolfgang Berke ("Über alle Berge") hat auf seinen zahllosen Recherche-Touren durch die Metropole Ruhr den Bestand gesichtet, Fotos gemacht und den Ist-Zustand mit alten Quellen und aktuellen Übersichten abgeglichen. Herausgekommen ist dabei eine kostenlose Web-App für iPhones und andere mobile Endgeräte.
Insgesamt noch 118 Befahrungseinrichtungen konnte Berke im gesamten Ruhrgebiet ausfindig machen. Darunter die großen, weithin bekannten Gerüste und Türme von Zollverein, Zollern oder Hannover, allesamt herausgeputzt und denkmalgeschützt. Aber auch kleinere, unbekannte Fördertürme, nur wenige Meter hoch oder dem Verfall preisgegeben, konnte Berke dokumentieren, z.B. Unser Fritz, Holland und Osterfeld.
Zunächst sollten die Rechercheergebnisse Berkes "nur" ein Kapitel in dessen neuem Buch werden, doch ergänzt durch Aufnahmen des Marler Fotografen Rolf-Arno Specht wurde daraus nun die kostenlose Web-App "Auf Zeche". Die App zeigt alle noch vorhandenen Türme, Gerüste und sonstigen Befahrungseinrichtungen. Dazu gibt es jeweils kurze Steckbriefe zu Betriebszeit, Bauart, heutiger Funktion und Adresse. Wer mehr wissen möchte, folgt dem Link zu Wikipedia. Wer sich hinlotsen lassen will, findet den punktgenauen Ort über einen Link zu Google Maps.
Die App ist kostenlos - und man muss noch nicht mal den App-Store bemühen, um sie zu bekommen. Einfach mit dem Browser des iPhones die Website www.aufzeche.de aufrufen, nach dem Aufrufen der Website auf "+" klicken und "zum Home-Screen hinzufügen". Fertig ist die Application, die komplett Web-basiert läuft. Die App braucht dementsprechend immer eine Internetverbindung.
Weitere Informationen finden Sie auf www.extraruhr.de.